Hermann Saalfeld (22.11.1900 – 03.01.1949) war das fünfte von acht Kindern eines Vaters jüdischer Abstammung und gelernter Maschinenbauer. Von 1918 bis 1933 sowie ab 1945 gehörte er der SPD an, war viele Jahre Ortsvereinsvorsitzender der SPD Farmsen und engagierte sich ab 1924 im Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold.
Zwischen 1933 und 1939 wurde er aus politischen Gründen mehrfach verhaftet und entlassen. 1940 wurde bei ihm eine Lungentuberkulose diagnostiziert, die vermutlich auf die Haft zurückzuführen war – eine Krankheit, die ihn bis zu seinem Tod 1949 begleitete. Trotz gesundheitlicher Einschränkungen setzte er sich nach Kriegsende für den Wiederaufbau der SPD ein. Er wurde Distriktsvorsitzender in Farmsen und war als Kreis- und Landesdelegierter aktiv.